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Startseite Pressespiegel Billard-Kugeln und 48 Automaten (aus: Taunus Zeitung)

Billard-Kugeln und 48 Automaten (aus: Taunus Zeitung)

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von Dieter Becker
aus der Taunus Zeitung vom 18.09.2008


"Friedrichsdorf. Die Hamburger Firma «Zertus» hat den politischen Entscheidungsträgern ein neues Konzept für ein Entertainment-Center in der ehemaligen Milupa-Teefabrik in der Industriestraße vorgelegt. Das gaben die Initiatoren der Gruppe «Pro Disco Friedrichsdorf» am Rande einer Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Verkehr im Rathaus bekannt.

Wie der Zertus-Prokurist Jens Dieckelmann gestern auf Nachfrage der Taunus Zeitung bestätigte, reagiert der Besitzer der Teefabrik damit auf bestehende Bedenken. Die Pläne hat «Pro Disco Friedrichsdorf» unter der Adresse www.musikpark-friedrichsdorf.info für jedermann abrufbar ins Internet eingestellt.

Nach Auskunft von Dieckelmann hat sich Zertus nach den öffentlichen Diskussionen um eine geplante Spielhalle (wir berichteten mehrfach) für ein «abgespecktes» Entertainment-Center entschieden und mit dem Spielstättenunternehmen «Löwen Play» bereits einen neuen Betreiber gefunden. Eine Spielhalle nämlich hätte Zertus gerne als zahlungskräftigen «Ankermieter» im Erdgeschoss, sonst sei die Einrichtung der Disco im Untergeschoss nicht möglich.

Die Firma «Löwen Play» mit Zentrale in Bingen, die sich selbst als «einer der führenden und größten Spielstättenfilialisten Deutschlands mit rund 250 Casinos und mehr als 6500 der aktuellsten Spiel- und Unterhaltungsautomaten» bezeichnet, setzt laut Dieckelmann stärker auf Unterhaltungsbetriebe wie Billard- und Internet-Cafes. Außerdem sei an die Ansiedlung eines kleinen Schnellrestaurants gedacht.

In jeder Etage der Teefabrik stehe eine Bruttofläche von rund 1600 Quadratmeter zur Verfügung, von der jedoch jeweils nur etwa 1000 Quadratmeter dem eigentlichen Unternehmenszweck vorbehalten seien. Von dem neuen Konzept blieben die Pläne zur Errichtung eines Tanzhauses im Untergeschoss ebenso unberührt wie die vorgesehene Vermietung der beiden oberen Geschosse als Büro- oder nicht zentrenrelevante Einzelhandelsflächen.

Nach den neuen Überlegungen sind für das Erdgeschoss der Teefabrik außer 10 bis 12 Billardtischen, einem Internet-Café mit zwei PC-Stationen und einem Schnellrestaurant nach wie vor auch Spielautomaten vorgesehen. Deren Anzahl würde sich nach dem überarbeiteten Konzept jedoch deutlich verringern. So ist zwischenzeitlich von vier statt bisher sechs Automaten-Lizenzen die Rede, was einer Reduzierung der Gerätezahl von bislang 72 auf dann 48 Automaten entspräche.

Martin Scheurer, Maximilian See und Kai Burghardt von der Bürgerinitiative «Pro Disco» verstehen nicht, warum ein Gruppe von Bürgern gegen das Entertainment-Center ist. Die drei Disco-Fans haben über ihre Internet-Plattform «wer kennt wen» nach eigenen Angaben bereits 1500 Sympathisanten um sich gesammelt.

Gemäß Gutachten des TÜV würden alle vorgeschriebenen Immissionsgrenzen bei der nun angepassten Planung eingehalten, ist auf der Internetseite nachzulesen. Die Rede ist außerdem von einem zweigeschossigen, seitlich geschlossenen Parkhaus, während für die Büroflächen separate Parkplätze vorgesehen seien. Ab 22 Uhr würde diese Fläche aber geschlossen. «Damit ist sichergestellt, dass in der Zeit der Nachtruhe keine Lärmbelästigung für die angrenzenden Grundstücke entsteht», formulieren die Pro-Disco-Aktivisten weiter.

Sein Unverständnis über das Tauziehen im Zusammenhang mit dem Disco-Projekt äußerte am Dienstag in der Bauausschusssitzung auch der Parlamentarier Rolf-Dieter Euler (FDP). «Das Ganze ist ein falsches Signal für einen Investor in Friedrichsdorf», gab er zu bedenken und betonte, dass er nichts gegen die geplante Spielothek habe. Der Liberale stimmte als einziger Abgeordneter gegen die so genannte «Veränderungssperre», mit deren Hilfe sich die Stadt die Entscheidungsgewalt über die zukünftige Nutzung der Teefabrik sichern will (wir berichteten). Allerdings könnten mit dem veränderten Konzept die Karten jetzt völlig neu gemischt werden."
 

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